# Buderus Gastherme 4F: Sicherheitssensor meldet Übertemperatur

Hersteller: Buderus · Gerät: Gastherme · Code: 4F · Stand: 02.11.2026 · Geprüft: 02.11.2026
Quelle der Seite: https://dekodon.de/buderus/gastherme/4f/

**Kurz gesagt:** 4F heißt bei Buderus-Gasthermen GB132 und GB152 mit Zusatzcode 219: Der Sicherheitssensor meldet mehr als 105 °C im Heizungsvorlauf. Buderus nennt unter anderem zu niedrigen Anlagendruck, geschlossene Ventile und eine gestörte Pumpe als Prüfpunkte. Notiere die Anzeige und verständige einen Heizungsfachbetrieb. Öffne die Verkleidung nicht.

## Sicherheit
- Bei Gasgeruch: Fenster und Türen öffnen, keine elektrischen Schalter, Stecker oder Telefone im Gebäude benutzen. Offene Flammen vermeiden. Gashahn schließen, sofern sicher erreichbar, Bewohner ohne Klingeln warnen und das Haus verlassen. Den Notruf des Gasversorgers von draußen anrufen.
- Die Verkleidung bleibt geschlossen. Arbeiten an Brenner, Abgasweg, Fühlern und Elektrik übernimmt ein Heizungsfachbetrieb. Nicht wiederholt entstören.

## Bedeutung
**4F/219** ist bei den genannten Logamax-Modellen eine verriegelnde Störung. Je nach Geräteausführung misst der Sicherheitsteil eines Doppelfühlers oder ein separater Sicherheitstemperaturfühler. Laut Störungstabelle stehen Heizung und Warmwasserbereitung während dieser Störung nicht zur Verfügung.

Der Diagnoseweg prüft zuerst den Wasserdurchfluss: Wartungshähne, Anlagendruck, Entlüftung und geöffnete Heizkörperventile. Danach folgen Temperaturfühler und Pumpe. Der Code allein legt deshalb noch kein defektes Bauteil fest.

Gilt für: Logamax plus GB132-16/24/24K, Logamax plus GB152-16/24/24K

## Häufige Ursachen
1. **Wasserdurchfluss eingeschränkt** (gelegentlich): Geschlossene Wartungshähne oder zu wenige geöffnete Heizkörperventile stehen in der Buderus-Prüfliste zu 4F/219. Der Fachbetrieb prüft den Heizkreis.
2. **Anlagendruck zu niedrig oder Luft im Gerät** (gelegentlich): Die Anleitung prüft, ob mindestens 1 bar anliegt und das Gerät ausreichend entlüftet wurde. Befüllen und Entlüften müssen zur jeweiligen Anlage passen.
3. **Temperaturfühler oder Pumpe gestört** (gelegentlich): Buderus nennt defekte Fühler sowie eine blockierte, verschmutzte oder defekte Pumpe. Diese Bauteile und ihre Ansteuerung untersucht der Fachbetrieb.

## Schritte
1. **Code und Modell notieren** [selbst]: Halte 4F, den Zusatzcode 219 und die vollständige GB132- oder GB152-Bezeichnung für den Fachbetrieb fest.
2. **Druckwert ablesen** [selbst]: Lies den vorhandenen Druckwert ab und gib ihn dem Fachbetrieb durch. Öffne dazu keine Geräteverkleidung und fülle bei dieser Übertemperaturmeldung nicht auf Verdacht Wasser nach.
3. **Heizkreis und Bauteile prüfen lassen** [Fachbetrieb]: Der Heizungsfachbetrieb prüft Druck, Durchfluss und Entlüftung. Danach kontrolliert er Fühler, Pumpe und deren Ansteuerung nach dem Buderus-Diagnoseweg.

## Wann ein Fachbetrieb ran muss
Bei 4F/219 muss der Fachbetrieb die Ursache der Übertemperatur klären, bevor das Gerät wieder in Betrieb geht. Ein Reset ersetzt weder die Durchflussprüfung noch die Kontrolle von Pumpe und Fühlern.

## Quellen
- [Buderus Serviceanleitung GB132/GB152, 7212 8600 (03/2009), Modellgrenzen S. 7, Sicherheit S. 10, 4F S. 28, Diagnose S. 43–45; Herstellerunterlage als Händlerkopie](https://www.ersatzteile-koeln.de/downloads/GB132und152.pdf) (handbuch, abgerufen 02.11.2026)
